Jul
07

Von Dirk Breyvogel
Es ist ein neues Sommermärchen. Die Erfolge der deutschen Fußball-Nationalmannschaft lassen das Land jubeln. Hunderttausende feiern auf den Straßen und erinnern sich zurück an die Weltmeisterschaft in Deutschland vor vier Jahren.

Dabei ist der Einzug ins Halbfinale des Turniers keineswegs programmiert gewesen, denn die Vorzeichen für Südafrika waren nicht die besten.

Erst hatte Joachim Löw zu Beginn des Jahres, verärgert über ein von DFB-Präsident Theo Zwanziger gestelltes Ultimatum, Gespräche über seine Vertragsverlängerung auf Eis gelegt, dann haderte Fußball-Deutschland mit einigen personellen Entscheidungen des Bundestrainers. Denkt heute noch einer an Frings und Kuranyi? Und schließlich setzte in der Vorbereitung ein gnadenloses Verletzungspech ein.

Löw blieb bei seiner Linie, handelte uneitel, in dem er das persönliche Zerwürfnis mit den DFB-Oberen dem Erfolg bei der Fußball-WM unterordnete und ließ sich auch nicht von gezielten Kampagnen beirren. Er wusste eben früh, mit welchen Spielern er sein System umsetzen kann und mit welchen nicht. Das ist nur ein Grund, warum diese Mannschaft uns heute begeistert.

Ein zweiter Baustein sind die schon unter Jürgen Klinsmann eingeführten ganzheitlichen Trainingskonzepte im Nachwuchsbereich. Das zahlt sich aus. Im vergangenen Jahr wurde die deutsche U 21 Europameister. Heute spielen Neuer, Boateng, Özil, Khedira, Marin oder Aogo eine gewichtige Rolle bei Löw.

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